Vampirischer Charme
Die wohl bekannteste Fähigkeit: eine Art sozialer Wirkmechanismus, der auf eine Mischung aus Pheromonen, Gestik, Sprachrhythmus und Attraktivität zurückgeht.
- Führt zu erhöhter Suggestibilität, gesteigerter Attraktivität, manchmal sogar Gehorsam – es gibt einen ganzen Streitdiskurs, ob das eine Form von Magie ist und einfach Biologie.
- Funktioniert bei Menschen besser als bei Beschenkten oder magisch aktiven Wesen.
- Mit Übung und einer gewissen Neigung oder ein wenig Talent auch in Nuancen bewusst steuerbar.
- Bei manchen Vampiren schlicht nicht vorhanden. Man nennt sie im internen Jargon „Kalte“.
Geringfügige Magieresistenz
Magie ist inkonsistent. Manche Zauber prallen ab wie Regen auf geölter Oberfläche, andere wirken in veränderter Form. Illusions- und Kontrollmagie zum Beispiel verlieren oft ihre Struktur, sobald sie in vampirische Nähe kommen – als würde der Körper selbst nicht adressierbar sein. Es gibt eigens für Vampire entwickelte Bannzauber, die bspw. eine Türschwelle unpassierbar machen, ehe die wirkende Person des Banns den Vampir explizit einlädt. Entgegen des Mythos trifft das also nicht kategorisch auf alle Türschwellen zu – wäre auch ein absurder natürlicher Feind, ha.
Direkte Angriffszauber (z. B. Feuer, kinetische Magie) funktionieren meist regulär. Je älter der Vampir, desto stabiler die Eigenresonanz und desto schwieriger ist es, sie mit Magie zu treffen. Gegenstände, die auf sie wirken sollen (z. B. Amulette), müssen meist vorbereitet, personalisiert oder an eine dritte Energiequelle gebunden sein. Siehe unten.
Immunität gegen dämonische Besessenheit
Ein strukturierter Nebeneffekt ihrer Mutation: Vampire können nicht von Dämonen besetzt werden.
Regenerativer Schlaf
Trotz aller Mythen: Ja, Vampire schlafen (und atmen, ergo schnarchen manche auch und sabbern dabei und das ist gar nicht sexy Erhabenheit, wie man sie erwartet). Geschlafen wird meist in regelmäßigen Zyklen, abhängig von Ernährung, Verletzung, mentalem Zustand. Zu wenig Schlaf oder gar kein Schlaf führt zur Erschöpfung des Geistes; hungernde Vampire verfallen in den katatonischen Sopor, ein komatöser Zustand, bei dem sich der Organismus in eine Art Ruhezustand versetzt.
Nutzung magischer Gegenstände
Vampire können magisch aufgeladene Objekte verwenden, sofern diese für sie geschaffen wurden. Das setzt voraus, dass der Gegenstand nicht von ihrer natürlichen Resistenz blockiert wird. Besonders verbreitet sind:
- Amulette zur Maskierung (Verbergen des Augenreflexes, optisches Altern)
- Für junge Vampire gibt es Runen oder Schmuck zur Rage-Kontrolle
- persönliche Artefakte aus alten Linien, meist vererbte Ringe oder Siegel, die individuelle Magie verfügen.
Weitere beobachtete vampirische Wesensmerkmale
- Erhöhte Resistenz gegen geistige Beeinflussung durch Telepath:innen (oft wechselseitig)
- Temporäre Effekte durch Blut bestimmter Beschenkter (keine Fähigkeitsübernahme, aber beispielsweise erhöhte Sensibilität bei Empathen); leider mit Missbrauch verbunden
- „Verbergen“ im Sinne von Bewegung außerhalb normaler Aufmerksamkeitsfilter – das hängt aber eher mit der Geschwindigkeit und der lautlosen Fortbewegung zusammen als dass es als richtige Fähigkeit gilt
- Sprachliche Übernahme: Viele Vampire sind polyglott, aber das ist auch ein persönliches Ding, wenn man sich verständigen will und nicht den Grenouille in einer Höhle macht
- Es wurde beobachtet, dass manche Vampire in den Träumen von Menschen auftauchen können, mit denen sie zuvor in Kontakt standen. Der Effekt ist gegebenenfalls archaisch (so wie die Angst vor allem, was humanoid, aber nicht ganz menschlich ist), daher ein Instinkt und keine vampirische Fähigkeit.